Lösungen für ein souveränes digitales Europa

Eine Auswahl bewährter Lösungen und Leistungen – für souveräne, sichere und interoperable digitale Services in der Europäischen Union.

Lösungen für Europas digitale Handlungsfähigkeit

Die Europäische Union steht vor der Aufgabe, Verwaltung, Wirtschaft und kritische Infrastrukturen digital leistungsfähig zu halten – unter hohen Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Nutzerfreundlichkeit. Materna bringt dafür langjährige Erfahrung aus der öffentlichen Hand und aus hochregulierten Umgebungen ein und ist darauf spezialisiert, sehr komplexe fachliche Anforderungen souverän umzusetzen. Im Folgenden zeigen wir exemplarisch Lösungen, die Prozesse beschleunigen, Zusammenarbeit ermöglichen und digitale Souveränität stärken. 

Services im Überblick

Zoll ist ein Schlüsselfaktor für funktionierende Lieferketten in Europa: Er schützt den Binnenmarkt, sichert Einnahmen und sorgt dafür, dass Warenbewegungen regelkonform, transparent und planbar ablaufen. Damit das in der Praxis gelingt, braucht es digitale Verfahren, die komplexe Regeln zuverlässig abbilden und den Informationsaustausch zwischen Unternehmen, Behörden und IT-Systemen reibungslos ermöglichen. 

Ein zentraler Baustein dafür ist in Deutschland ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungssystem), das etablierte digitale Rückgrat für Zollanmeldungen und die Abwicklung von Zollverfahren. Materna bringt hier tiefgreifendes Domänenwissen und Umsetzungserfahrung ein: Bereits seit 1992 arbeiten wir an der erfolgreichen Entwicklung von ATLAS – von fachlichen und technischen Konzepten über die Realisierung von Software-Komponenten bis hin zur Integration in komplexe Systemlandschaften. So entstehen Lösungen, die im Tagesgeschäft zuverlässig skalieren und Veränderungen in Recht und Praxis schnell aufnehmen. 

Als zentraler IT-Dienstleister für Zollsysteme in Deutschland bringt Materna das Know-how jetzt nach Europa: Wir verstehen die Anforderungen an interoperable, sichere und auditierbare Verfahren und unterstützen dabei, Fachprozesse, Datenflüsse und Betriebsmodelle so aufzusetzen, dass sie an europäische Standards und künftige Entwicklungen anschlussfähig bleiben. Auch die User Experience haben wir konsequent im Blick, z. B. bei der Entwicklung der KI-gestützten App „eZOLL“. 

Wenn Waren innerhalb Europas bewegt werden, zählen Tempo, Nachvollziehbarkeit und Rechtskonformität – gerade bei verbrauchsteuerpflichtigen Gütern. Verfahren wie EMCS (Excise Movement and Control System) sorgen dafür, dass Meldungen, Nachweise und Kontrollen grenzüberschreitend digital funktionieren und alle Beteiligten jederzeit einen verlässlichen Status haben. So wird Handel erleichtert, Einnahmen werden abgesichert und Risiken lassen sich früh erkennen. 

Mit dem Verfahren MoeVe (Modernisierung des Verbrauch- und Verkehrsteuervollzugs) werden Prozesse rund um Verbrauch- und Verkehrsteuern in Deutschland modernisiert und für Unternehmen sowie Verwaltung konsequent digitalisiert von der Antragstellung bis zur Verarbeitung im Fachverfahren.  

Materna bringt in beiden Verfahren die Erfahrung aus komplexen, hochregulierten IT-Landschaften ein und übernimmt die Rolle des Umsetzungspartners: Wir gestalten digitale Ende-zu-Ende-Strecken, integrieren Fachverfahren und Portale, sichern Qualität in Releases und sorgen für stabile Weiterentwicklung im Betrieb. Das Ergebnis sind Lösungen, die im Alltag funktionieren und sich gleichzeitig in europäische Standards und Austauschmechanismen einfügen. 

Auch das Verfahren zur Mehrwertsteuerrückerstattung für Nicht-EU-Bürger in Deutschland wird von Materna in eine digitale Lösung überführt und begleitet (eAKZ, Elektronischer Ausfuhrkassenzettel).  

 

Künstliche Intelligenz wird zum entscheidenden Hebel für handlungsfähige Institutionen in Europa, wenn Datenmengen wachsen, Prozesse komplexer werden und zugleich Fachkräfte fehlen. Souveräne KI kann hier spürbar entlasten: Sie automatisiert wiederkehrende Arbeit, unterstützt bei Entscheidungen und macht Wissen schnell nutzbar, ohne die Kontrolle über Daten, Modelle und Betrieb aus der Hand zu geben. 

Materna macht KI praxisnah, souverän und sicher nutzbar von der Strategieentwicklung, Use-Case-Idee über Daten- und Zielarchitektur bis zum produktiven, skalierbaren Betrieb. Wir verbinden KI-Innovation mit Branchen- und Prozesskompetenz und integrieren KI dort, wo sie Wirkung entfaltet: in Services, Workflows und Fachverfahren. Dabei denken wir Governance, Datenschutz, IT-Sicherheit und regulatorische Anforderungen (z. B. EU AI Act und EU Data Act) von Anfang an mit, damit KI-Lösungen nachvollziehbar, auditierbar und dauerhaft betreibbar sind. Wir gestalten den Kulturwandel für einen erfolgreichen Einsatz der KI-Lösungen und eine hohe Akzeptanz.  

Unsere Schwerpunkte sind Agenten- und Assistenzsysteme, Service- und Prozessautomatisierung, Wissens- und Dokumentenmanagement, Datenanalyse- und Prognosesysteme, Digitale Lagebilder und Digitale Zwillinge.  

Daten sind ein strategischer Rohstoff für Europas Wettbewerbsfähigkeit und staatliche Handlungsfähigkeit – vorausgesetzt, sie lassen sich verlässlich zusammenführen, verstehen und kontrolliert teilen. Datenplattformen schaffen dafür die Basis: Sie verbinden Daten aus Fachverfahren, Registern und externen Quellen, ermöglichen interoperable Datenprodukte und unterstützen den Aufbau vertrauenswürdiger Datenräume über Organisations- und Ländergrenzen hinweg. So entstehen schnellere Entscheidungen, bessere Services und neue digitale Ökosysteme, ohne die Hoheit über sensible Daten zu verlieren. 

Materna begleitet diese „Data Journey“ end-to-end – von Datenstrategie und Zielarchitektur über Data Governance, Integration und Analytics bis zum stabilen Betrieb. Wir realisieren föderale Datenarchitekturen und souveräne Datenräume in unterschiedlichen Domänen, z. B. im Projekt ForeSightNext (Datenraum für energieeffizientes und nachhaltiges Wohnen), bei CO2For-IT (föderaler Datenraum für Nachhaltigkeitsmonitoring in der Wald- und Holzwirtschaft) oder in GAIA-X-Initiativen wie GAIA-X 4 moveID (dezentraler Mobilitätsdatenraum). Zudem unterstützen wir Organisationen bei der Orientierung und Umsetzung in bestehenden Datenökosystemen wie Catena-X und setzen datengetriebene Use Cases um, etwa in der Geodaten- und Fernerkundung (z. B. Waldplanung 4.0) oder als Prototyp für ein datenbasiertes Brückenzustandsmonitoring. Damit entstehen Plattformen, die im Alltag funktionieren und europäisch anschlussfähig sind. 

 

Cloud ist in Europa ein zentraler Hebel für Geschwindigkeit und Skalierung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität. Eine souveräne Cloud schafft den Rahmen, um Daten und Workloads unter europäischer Kontrolle zu betreiben, Abhängigkeiten zu reduzieren und Vendor Lock-in zu vermeiden. Gerade für öffentliche Verwaltung, kritische Infrastrukturen und hochregulierte Bereiche ist das die Voraussetzung, um digitale Services resilient, auditierbar und langfristig betreibbar aufzusetzen. 

Materna entwickelt resiliente und souveräne Cloud- und IT-Strategien, setzt souveräne Cloud-Szenarien konkret um – im Einklang mit Cloud-First- und Multi-Cloud-Strategien und mit einem klaren Fokus auf digitale Souveränität. Wir entwickeln angepasste IT-Architekturen, setzen dabei auf offene Standards und Schnittstellen sowie auf Container-Technologien, um Anwendungen portabel zu machen und auf mehr als einer Cloud-Infrastruktur betreiben zu können. So lassen sich Anwendungsfälle wie Register, E-Akte oder KI-Lösungen flexibel realisieren und mit Betriebsmodellen, die Sicherheit, Souveränität und Resilienz, Datenschutz und Auditierbarkeit von Beginn an mitdenken. 

Warum Materna

Wer mit Materna zusammenarbeitet, profitiert von einem Umsetzungspartner, der komplexe Anforderungen nicht isoliert betrachtet, sondern in ihren organisatorischen, prozessualen und technologischen Zusammenhang einordnet. Fachliche Tiefe, methodische Stärke und konkrete Umsetzungserfahrung greifen dabei ineinander. So entstehen Lösungen, die nicht nur konzeptionell überzeugen, sondern auch im Alltag funktionieren. Die Erfahrung aus anspruchsvollen Projekten auch in regulierten Umfeldern prägt unseren strukturierten Umgang mit Anforderungen. Von der präzisen Erfassung über die realistische Priorisierung bis zur nachhaltigen Umsetzung.  

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